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04.02.2012
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30.04.2006
Neue Zählweise bei IBF-Wettkämpfen

Im Badminton wird, wie auch im Tennis oder Volleyball, nach Sätzen gespielt. Seit dem 1. Februar 2006 gilt testweise bei internationalen IBF-Wettkämpfen die sogenannte Ralley-Point-Methode (auch Running Score). Bei der nächsten Generalversammlung der IBF im Mai in Tokio soll entschieden werden, ob diese Zählweise eingeführt wird. Jede Partei kann unabhängig vom Aufschlag punkten. Es werden zwei Gewinnsätze bis 21 Punkte je Satz gespielt. Eine Partei hat einen Satz gewonnen, wenn sie als erste 21 Punkte erreicht und mindestens 2 Punkte mehr als die gegnerische Partei hat. Bei 21:20 wird das Spiel solange verlängert, bis eine Partei mit 2 Punkten führt (bis maximal 30 Punkte).

Zu Beginn des Spiels wird ausgelost, wer Seitenwahl bzw. den ersten Aufschlag erhält. Dazu wirft man einen Spielball hoch oder legt ihn umgekehrt auf die Netzkante und lässt ihn fallen. Diejenige Partei, zu welcher der Korkfuß des Balles zeigt, kann wählen,

* ob sie den ersten Aufschlag machen möchte,
* ob sie den ersten Rückschlag machen möchte oder
* auf welcher Feldhälfte sie beginnen möchte (Seitenwahl).

Die andere Partei entscheidet sich für eine der verbleibenden Möglichkeiten. Die Auslosung kann statt mit einem Federball auch mit einem anderen Los stattfinden. Bei der Seitenwahl ist es aus taktischen Gründen sinnvoll, zunächst auf der Seite mit der „schlechteren“ Sicht zu spielen, weil man dann in der Schlussphase eines möglichen dritten Satzes auf der „besseren“ Seite spielen darf.

Die in anderen Rückschlagspielen weitgehend unbekannte Regelung, sich zwischen erstem Aufschlag und erstem Rückschlag entscheiden zu dürfen, hatte hauptsächlich in den Doppeldisziplinen seinen Sinn. Da hier die beginnende Partei keinen zweiten Aufschlag hat (siehe Damen- und Herrendoppel), hoffte man, dem Gegner schnell den ersten Aufschlag abzunehmen und dann selbst mit dem ersten und zweiten Aufschlag punkten zu können.


Alte Zählweise

Bis zum 1. Februar 2006 konnte ein Punkt nur von der Partei erzielt werden, die auch den Aufschlag ausführt. Machte die Aufschlag-Partei einen Fehler, verliert diese ein Aufschlagsrecht. Beim Doppel hatte jede Partei zwei Aufschlagsrechte: eins pro Spieler, beginnend bei dem Spieler, der zu diesem Zeitpunkt rechts steht. Ausnahme: Nach dem allerersten Aufschlag wechselt das Aufschlagsrecht direkt zur gegnerischen Partei.

Ein Satz galt in der Regel als gewonnen, wenn eine Partei 15 Punkte erlangt hat. Ein Spiel war gewonnen, wenn eine Partei zwei Sätze für sich entschied. Nach jedem Satz erfolgte Seitenwechsel. Bei einem Entscheidungssatz (3. Satz) wurde die Seite gewechselt, wenn eine Partei 8 (im Damen-Einzel 6) Punkte erreicht hat. Die Spieldauer konnte mitunter stark variieren, da Punkte nur bei Aufschlagsrecht erzielt werden konnten und dadurch sehr lange Ballwechsel zustande kamen.

Sonderregel „Verlängerung“: Bei einem Spielstand von 14:14 konnte derjenige auf 17 verlängern, der den Spielstand von 14 Punkten zuerst erreicht hat. Wurde die Ansage auf 17 zu verlängern vermieden, endete das Spiel, wenn eine Partei zuerst 15 Punkte erspielt hat.

Es gab früher das Zählsystem, dass man bei 13:13 auf 18 und, falls noch nicht verlängert wurde, bei 14:14 auf 17 verlängern konnte. Vor einigen Jahren wurde die 13:13-Regel gestrichen.
Letzte Aktualisierung ( 01.05.2006 )